Aug
02

Ende Juni war ich zum ersten Mal auf Helgoland. Der Lummensprung war zu dieser Zeit leider schon vorbei, sodass nur noch wenige Trottellummen zu sehen waren – dafür waren es die Basstölpel, die nun omnipräsent waren und dazu auch noch völlig furchtlos direkt bis vor den Beobachtungspunkten der Lummenfelsen brüteten. Täglich war ich bis zu 6 Stunden lang bei der Kolonie, um Fotos und Zeichnungen zu machen. Diese großen Vögel mit dem „bösen Blick“ bei ihrem Sozialleben mit Streitereien, der Brutpflege, Balz- und Imponierverhalten zu beobachten, bei ihren waghalsigen Landemanövern mitten in der Kolonie oder im Flug bei starkem Wind, ist absolut faszinierend.

Trotz etwas widriger Witterungsbedingungen (die meiste Zeit durchgängig Windstärke >7 auf der Klippe und Nieselregen) sind viele schöne Beobachtungen zusammengekommen. Neben vielen Beobachtungen von Dreizehenmöwen waren noch Trottellummen, Eissturmvögel, Eiderenten, diverse Seeschwalben und einigen Möwenarten (leider keine Tordalken) dabei.

Den Schwarzbrauenalbatros, einen seltenen Gast von der Südhhalbkugel, habe ich leider knapp verpasst. Zum Herbst- oder Frühjahrszug werde ich definitiv noch mal auf der Insel vorbeischauen müssen.

Anbei ein paar Impressionen dieser wunderbaren Vögel:

basstoelpel1

basstoelpel2

skizzenbuch

basstölpel3